Die Lieder aus „Locomotive Breath“ stehen zum Teil in der Tradition von Arbeiterliedern, also Gesangsstücken aus der sozialistischen Arbeiterbewegung. Tatsächlich ist die Tradition der Arbeiterlieder viel älter, es sind die Gesänge der Sklaven und Sträflinge, die zur Zwangsarbeit verdammt wurden. Aber auch Lieder, die man während der Arbeit sang. In dieser Tradition steht unter anderem der Blues, aber auch der Jazz. Arbeiterlieder und Arbeitslieder sind politisches Statement und musikalisches Symbol, sie sollen Solidarität und Stärke stiften, sie sind Gesellschaftskritik in anschaulicher Form, sie kanalisieren Gefühle der Empörung und Wut und demonstrieren Geschlossenheit und Solidarität oder nehmen die Verhältnisse ironisch auf die Hörner.

Selbst in der aktuellen Popmusik spielen Lieder über die Arbeitswelt eine Rolle, auch wenn niemand sie als Arbeiterlied bezeichnen würde. „Locomotive Breath“ – der lange Atem der Lokomotive: Geschichten nicht nur als Geschichte verstanden, sondern auch als Zeitreise in die Gegenwart.

Mit dem Bremer Kaffeehaus-Orchester (Constantin Dorsch – Violine, Klaus Fischer – Flöte, Piccoloflöte, Klarinette, Alt- und Tenorsaxophon, Machiko Totani – Klavier und Keyboard, Anselm Hauke – Kontrabass und E-Bass, Gero John – Violoncello) und Gästen: Julie Comparini, Evelyn Gramel, Manja Stephan und Katy aus dem Spring (Gesang), Erik Blumenthal (Gitarre), Matthias Entrup (Percussion), Willy Schwarz (Akkordeon) und Gesang.

 

Wann / Wo:
Samstag, 06.11.2021 im Apollo Bremerhaven,
Georgstraße 73, 27570 Bremerhaven

Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr

Quellenangabe: kultur@arbeitnehmerkammer.de
Bilder: Thomas Herbrich